MVA – Geschichte

"Aus der Geschichte unserer Heimat"

Folgender Auszug stammt aus dem Buch "Borchen - Aus der Geschichte unserer Heimat"  ISBN3-00-002796-3), Verfasser dieses Artikels ist Paul Lüning.

Es war im Jahr 1928, als sich acht junge musizierfreudige Alfener Männer zusammenschlossen: Friedrich Ahle, Bernhard Witte, Karl Schumacher, Johannes Halsband, Meinolf Lohmann, Johannes Hüster, Johannes Thebille und Franz Dransfeld. Sie gründeten eine kleine Musikkapelle. Er gehörten Idealismus und Mut dazu, denn teure Musikinstrumente mussten beschafft werden. Mit Hilfe der Freunde und Musikliebhaber überwanden sie die Anfangsschwierigkeiten.
Bei Hochzeiten und kirchlichen Festen verdienten sie sich die ersten Sporen. Schon 1931 spielten sie bei Heimatfesten auf. Während des 2. Weltkrieges ruhte notgedrungen das Vereinsleben. Nach 1945 versuchte schon bald der Verein, mit seiner Musik die schwere Nachkriegszeit zu erhellen. Seit der Gründung leitete Karl Schumacher bis 1963 die Musikkapelle. Von 1963 bis 1980 führte sein Sohn Karl-Heinz Schumacher diese Aufgabe weiter. Danach übernahm der heutige Realschuldirektor Antonius Nolte, der nicht aus den eigenen Reihen stammt, für rund 10 Jahre die musikalische Leitung. Schon bald setzte er Akzente in der modernen Orchestermusik, die in der Öffentlichkeit ein großes Echo fanden. Der Verein begann, anspruchsvolle Konzerte anzubieten.
Zum Maibeginn 1988 feierte der Musikverein seinen 60. Geburtstag. Ihr Vorsitzender Johannes Salmen konnte an diesem Jubeltag noch drei lebende Vereinsmitglieder aus der Gründerzeit besonders ehren und auszeichnen. Es waren Kaspar Schumacher, Karl Schumacher und Bernhard Kruse.
Seit 1990 liegt die musikalische Leitung in Händen des Dirigenten Rainard Hoffmann. Mit 38 aktiven Mitgliedern ist der „Musikverein 1928 Alfen" aus dem kulturellen Geschehen des Ortes nicht mehr wegzudenken. Das Wirken der Musiker bei kirchlichen Festen und Prozessionen sowie Vereins- und Heimatfesten ist eine Bereicherung für das öffentliche Leben.