Alfener Wanderfreunde beim Bürener Wandertag

Die Alfener Wanderfreunde beteiligten sich auch in diesem Jahr beim 15.
Bürener Wandertag. Start und Ziel des internationalen Volkswandertages
befanden sich bei der Schützenhalle in Harth.
Es standen ausgeschilderte Strecken über 6, 12, 21 und 42 km zur
Verfügung.

Artikel im Westfalen-Blatt vom 03.05.2010

Auf und ab mit guter Laune

Bürener Wandertag in Harth hält anstrengende Höhenunterschiede bereit

Von Hanne Reimer
Büren / Harth (WV). Viele Wanderer sind Frühaufsteher. Schon um kurz nach 5 Uhr trudelten gestern die ersten an der Harther Schützenhalle ein. Gemeinsam mit 1500 Gleichgesinnten erlebten sie einen anstrengenden, aber schönen Bürener Wandertag.

Anspruchsvolle Höhenunterschiede hatten die Teilnehmer auf den vier Strecken unterschiedlicher Länge zu bewältigen – kein Wunder, wenn sich Start und Ziel in Bürens höchstgelegenem Ortsteil Harth befinden. »Och, Steigungen sind wir gewohnt«, winkt Christa Stoy lachend ab. Schließlich kommt sie aus dem an Bergen ebenfalls nicht armen Siddinghausen. Gemeinsam mit ihren Freundinnen Beate Vollmer-Ungerland und Elke Gottschalk hat sie sich an die zwölf Kilometer lange Strecke gewagt. Zur Auswahl standen bei der 15. Auflage der Großveranstaltung auch Touren von sechs und 21 Kilometer Länge und natürlich die Königsdisziplin: die Marathon-Distanz über 42 Kilometer, die seit neun Jahren angeboten wird. »In dieser Zeit haben sie insgesamt 700 Wanderer zurückgelegt, 500 von ihnen sind Mehrfachtäter«, erzählt Mitorganisator Fritz Deneke.
Zum ersten Mal wagte sich der bisherige Geschäftsführer der Touristikgemeinschaft, Jörg Altemeier, an die Herausforderung Wandermarathon. Denn nach seinem beruflichen Wechsel nach Lichtenau ist er in diesem Jahr erstmals nicht in die Organisation eingebunden – und machte sich mit dem Zieleinlauf nach 42 Kilometern selbst ein Geschenk zu seinem 38. Geburtstag. Ein alter Hase auf der Langstrecke ist dagegen Willi Nietmann. Der Bürener legte gestern seinen 50. Marathon zurück.
»Die Strecke durch den Wald ist sehr schön«, findet Marianne Hartmann, die mit den Wanderfreunden aus Alfen ins Bürener Land gekommen ist. Sie und ihre Vereinskameraden sind außerdem angetan von der Organisation: »Alles ist gut ausgeschildert und die Leute an den Stempelstationen sind sehr nett.«
»Kann man uns im Tal auch gut hören?«, fragten Peter Hahn und seine Mitstreiter vom Musikverein Harth besorgt. An der Burgruine hoch über Ringelstein bliesen sie in ihre Alphörner. Sie brauchten sich keine Gedanken zu machen: Noch am Jugendwaldheim waren die mythischen Klänge so deutlich zu hören, als ständen die Musiker an der nächsten Ecke. »Wunderschön, wie eine Messe im Wald«, schwärmte eine Wanderin.
In den Mittags- und Nachmittagsstunden fanden sich die Teilnehmer, die aus ganz Deutschland angereist waren, nach und nach wieder an und in der Schützenhalle ein. Doch nach Hause zog es die meisten noch nicht. Zu den Klängen des Musikvereins stärkten sie sich, klönten und tauschten Erfahrungen aus.
Denn Wanderer sind nicht nur Frühaufsteher, sie haben auch gute Laune im Gepäck . . .

Diese Seite wurde bisher 6.425 mal gelesen

Kommentar verfassen