Bernd Langer

Mit Erfahrung und Einsatz nach Berlin
Bernd Langer (50) aus Borchen ist dritter Bewerber um die CDU-Bundestagskandidatur
Westfalen-Blatt
Von Hubertus S t r u c k (Text und Foto)
Geschlossene Borchener Front für die Kandidatur von Bernd Langer (von links): Stellvertretender Gemeindeverbands-Vorsitzender Frank Simon, Bernd Langer, Schriftführer Jürgen Rennkamp und stellvertretender Vorsitzender Andreas Voss.N o r d b o r c h e n (WV). Das Bewerberrennen um die CDU-Bundestagskandidatur geht auf die Zielgerade. Als dritter Anwärter im Kreis hat nun auch Bernd Langer aus Alfen seine bundespolitischen
Ambitionen bekundet. Zuvor hatte Udo Neisens aus Hövelhof offiziell auf eine Kandidatur verzichtet. Der Alfener stößt somit als dritter Aspirant in die Bewerber-Riege um Dr. Carsten Linnemann aus Schwaney und Daniel Sieveke aus Paderborn. Nachdem auch der in internen Kreisen heiß gehandelte Hövelhofer Udo Neisens seinen Verzicht bekundet hat, scheint es bei dem Dreiecksgespann zu bleiben. In der Mitgliederversammlung der CDU Borchen stieß der Vorstoß ihres Gemeindeverbandsvorsitzenden auf großen Zuspruch. Bei zwei Enthaltungen stimmten rund 50 Parteifreunde für den 50-Jährigen. »Ich habe mir fest vorgenommen, meine persönliche Energie für den Kreis Paderborn einzusetzen. Unser Kreis braucht Leute mit einer Menge Erfahrung«, forderte Langer. Sein Leitspruch laute daher: »Mit Erfahrung und Einsatzwillen nach Berlin«.
Der Geschäftsführer eines Alfener Softwareunternehmens blickt auf 20 Jahre Berufserfahrung als selbständiger Unternehmer. Seit neun Jahren engagiert er sich im Kreistag. In den vergangenen Wochen musste der 50-Jährige deshalb viele Vorkehrungen treffen. Für den »Fall der Fälle« seiner Wahl im September erklärte Langer: »Für unseren familiären Betrieb habe ich einen Nachfolger gefunden. Für den Kreistag werde ich mich nicht erneut aufstellen lassen.« Wie schon Finanzexperte Carsten Linnemann will auch Langer sich verstärkt dem Mittelstand widmen. »Es kann nicht sein, dass Gewinne immer nur maximiert werden. Gewinne müssen optimiert werden«, forderte er. Wer viel Geld will, müsse auch weiterhin mehr arbeiten, so Langer. 

Den Deutschen möchte der CDU-Politiker, der beruflich auch viel im Ausland tätig war, wieder deutlich machen, wie gut es ihnen geht. »Nirgendwo sind die Lebensmittel so günstig wie hier«, sagte Langer. Besonders den Rentnern müsse bewusst werden, dass es ihnen gut gehe. Neben der sozialen Gerechtigkeit und der Vereinbarkeit von Familie und Beruf will Langer vermehrt auf neue Technologien setzen: »Wenn es ums Wissen geht, dürfen wir nicht an alten Zöpfen festhalten. Kommunikation und der Austausch von Wissen werden immer wichtiger.« Wichtig ist dem verheirateten Familienvater auch, über den eigenen Tellerrand hinaus zu blicken. So halte er zum
Beispiel ein Engagement im Irak für sinnvoll. »Die Vereinigten Staaten haben durch ihren Einsatz
eine wichtige Botschaft zur Stärkung der Demokratie verkündet. Klar ist: Wer viel tut, macht auch
viele Fehler«, sagte Langer. 

In der Mitgliederversammlung des 235 Mitglieder starken Verbands wurde auch die Bürgermeister-
Frage diskutiert. Derzeit kursieren laut Langer im Vorstand mehr als ein Dutzend Namen. Bis zum 31. Juli könne sich jedoch jeder bewerben. In einer weiteren Versammlung wird der Kandidat dann nach Vorstellungsrunden am 3. Dezember gewählt.

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