Borchens Kapitän verlässt ein schmuckes Schiff

Ehrenring der Gemeinde als Anerkennung zum Abschied von Bürgermeister Heinrich Schwarzenberg

Von Bernhard Liedmann

(Text und Fotos)

Foto 1Borchen (WV). »Ich habe dieses Amt mit Leib und Seele wahrgenommen«, hat sich Borchens Bürgermeister Heinrich Schwarzenberg am Freitag nach zehnjähriger Amtszeit in den Ruhestand verabschiedet. »Sie haben Borchen ein Gesicht und ein Profil gegeben«, würdigte Landrat Manfred Müller sein Engagement, das mit dem Ehrenring der Gemeinde gewürdigt wurde.

Vor mehr als 400 Gästen aus allen Bereichen des öffentlichen Lebens und der Vereine in der Gemeindehalle skizzierten zahlreiche Festredner den Einsatz von Schwarzenberg für seine Geburtsgemeinde »Borchener Urgestein, persönlicher Kümmerer für alle Bürger, trockener Rechner, Spielmacher oder Impulsgeber für die Partnerschaft«, waren nur einige Schlagworte. »Wenn er wieder angetreten wäre, wäre er wieder gewählt worden«, umschrieb der stellvertretende Bürgermeister Dr. Josef Noeke die hohe Akzeptanz und Popularität des Vaters von drei Kindern in der Bevölkerung. Mit seinem Namen sei das Gewerbegebiet in Alfen mit zahlreichen neuen Arbeitsplätzen, der Ausbau der Altenauschule, von Turnhallen und Sportplätzen in den Ortsteilen ebenso verbunden wie der Mallinckrodthof, den er als neues Zentrum in den Schoß der Gemeinde zurückgeholt habe. »Er war ein fleißiger Bürgermeister, weil ich als sein Stellvertreter in den zehn Jahren nur wenige Repräsentationsaufgaben hatte«, bilanzierte Noeke die Tatkraft von Schwarzenberg, der nicht selten eine Sieben-Tage-Woche gehabt habe.

Zielstrebig und beharrlich habe er dabei alle Projekte angegangen. Jüngste Erfolge seien beispielsweise die Borchener Tafel und die Initiative »Borchener für Borchener« gewesen. Als Dank für die »Förderung des Ansehens der Gemeinde« verlieh Noeke im Auftrag des Rates Schwarzenberg den Ehrenring der Gemeinde.

Landrat Müller hob Schwarzenbergs erfolgreiches Engagement hervor, den Mallickrodthof zu einer »kulturellen Mitte Borchens« auszubauen. »Auch diese Spur wird bleiben«, sagte Müller.

Sichtlich bewegt dankte Schwarzenberg zum Abschluss der Feierstunde allen Mitstreitern in der zehnjährigen Amtszeit als Bürgermeister: »Ein gut bestelltes Haus wird übergeben. Keine Schulden, 300 neue Bauplätze, eine Verdreifachung des Gewerbegebietes und die prozentual höchste Steigerung von Arbeitsplätzen im Kreis Paderborn seien Ergebnisse einer erfolgreichen Politik gewesen: »Ein Rückblick erfüllt mich mit Stolz.« Im Ehrenamt werde er sich aber auch weiter für die Gemeinde und ihre Bürger engagieren. Sein besonderer Dank an diesem Abend galt seiner Frau Edeltraud und den Kindern. Sie hätten in seiner Amtszeit auf einiges verzichten müssen, etwas davon wolle er im Ruhestand nachholen.

Symbolisch hat Heinrich Schwarzenberg seinem Nachfolger Reiner Allerdissen die Bürgermeisterkette übergeben.

Symbolisch hat Heinrich Schwarzenberg seinem Nachfolger Reiner Allerdissen die Bürgermeisterkette übergeben.

Symbolisch überreichte anschließend Schwarzenberg seinem Nachfolger im Amt, Reiner Allerdissen, die Bürgermeisterkette. Auch Allerdissen zollte der Arbeit von Schwarzenberg Anerkennung: »Sie haben viele Spuren des Respekts hinterlassen. Ich werde gerne in die großen Fußstapfen treten.« Das humorvollste Geschenk an dem Abend überreichte Landrat Müller: Eine Baseball-Mütze mit den Emblemen des Kreises und der Gemeinde Borchen als Schutz für die immer gepflegte Frisur des frischen Cabrio-Fahrers.

Artikel im Westfalen-Blatt vom 10.10.2009

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