Großübung der Maleteser in Alfen

Bus kracht in zwei Autos

Großübung der Malteser mit 180 Einsatzkräften

Borchen (WV). Rund 180 Retter waren im Einsatz, als bei einer Übung in Alfen der Unfall eines Busses mit zwei Autos und 45 Verletzten geübt wurden.
Trainiert wurde die Koordination von Rettungseinheiten bei einem Großeinsatz. Federführend waren die Malteser-Einsatzeinheiten aus dem Kreis Paderborn unter Leitung von Sebastian Roesler aus Borchen. Beteiligt waren zudem die Feuerwehr-Löschzüge aus Alfen und Kirchborchen sowie weitere Rettungs- und Krankenwagen vom Arbeiter-Samariterbund, Johannitern und Rotem Kreuz. Das Jugendrotkreuz Delbrück und die Malteser-Jugend Borchen übernahmen mit 45 Akteuren den Part der realistischen Opferdarstellung. Reagieren mussten die 180 Einsatzkräfte auf eine Alarmierung nach einem schweren Unfall. Dabei war ein voll besetztes Auto mit fünf alkoholisierten Jugendlichen mit einem weiteren Pkw mit einer fünfköpfigen Familie zusammengestoßen. In diesen Unfall fuhr ein voll besetzter Bus mit einer Schulklasse. Nebst toten und Schwerverletzten mussten zahlreiche Unfallopfer mit leichten Verletzungen nicht nur versorgt, sondern auch psychologisch betreut werden.
Hinzu kamen bei der vierstündigen Übung natürlich auch alle zusätzlichen Anforderungen wie beispielsweise die Absperrungen gegenüber Schaulustigen und die Umleitung des Verkehrs. Allein für die seelische Betreuung der Beteiligten waren sechs Notfallseelsorger aus dem Kreis und der Stadt im Einsatz. Für die Malteser war es die größte Übung seit fünf Jahren.
»Alle Einsatzkräfte haben professionell gehandelt«, lobte Roesler. Klare Strukturen und einen roten Faden bescheinigte auch die Einsatzleitung abschließend allen Beteiligten. Im Januar ist eine Foto-Ausstellung der Einsatzübung geplant.

Artikel Westfalen-Blatt vom 09.12.2008

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