Planungstopp gefordert

Salzkotten(sen). In der nächsten Sitzung des Bau- und Planungsausschusses der Stadt Salzkotten werden die Änderungen zum Flächennutzungsplan und somit die neu ausgewählten Windvorrangzonen vorgestellt. Die Bürgerinitiative Windkraft Tudorf ruft jetzt dazu auf, an der öffentlichen Sitzung teilzunehmen.

»Es wird brisant«, sagt Michael Wessel, Sprecher der Initiative, der die neuen Pläne nach eigenen Angaben bereits vorliegen. Fakt sei, dass die Stadt mit 700 Metern Abstand der Windräder zu den Ortschaften und 300 Metern zur Einzelbebauung plane. Das sei kreisweit der geringste Abstand überhaupt. Die Bürgerinitiative befürchtet, dass die bereits zum ersten Verfahren eingebrachten Bürgerbedenken ignoriert werden. Zudem wolle die Stadt Salzkotten mehr Flächen ausweisen, als es von Minister Remmel, einem der größten Befürworter der Windenergie, vorgeschlagen werde.
»Bevor eine erneute Öffentlichkeitsbeteiligung gestartet wird, muss erheblich nachgebessert werden«, sagt Michael Wessel. Die Bürgerinitiativen in Tudorf und Alfen erwarteten vom Bauausschuss den Stopp der »völlig missglückten« neuen Planung. Gleichzeitig wirft die Bürgerinitiative Windkraft Tudorf der Stadt statt eines »Konsens mit den Bürgern« einen »Konsens mit den Investoren vor«. Die Sitzung beginnt am Montag, 5. Mai, um 18 Uhr in der Salzkottener Sälzerhalle.

Artikel im Westfalen-Blatt vom 1.5.2014

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Ein Kommentar

  • Jürgen Wrona

    Wer von einer missglückten Konzentrationszonen-Planung spricht, dem fehlt es offenbar an der erforderlichen Sachkunde. Im Übrigen hätte ein Stopp der Planung zur Folge, dass die Windenergie im gesamten Außenbereich von Salzkotten baurechtlich privilegiert und planungsrechtlich zulässig ist. Ob das wohl im Interesse der Anlieger ist?

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