RWA 90: Volleyball

In den ersten 40 Jahren seit der Gründung spielte der Fußball die Hauptrolle im Verein „SV Rot-Weiss Alfen“. Das änderte sich Anfang der 1970’iger Jahre zugunsten der Hallensportarten. Den Anfang machte die Volleyball-Abteilung, die im Jahre 1974 zum ersten Mal trainierte. Schon nach wenigen Wochen stand eine Herrenmannschaft. In der ersten Meisterschaftsrunde der Kreisklasse wurde die erste Meisterschaft geschafft und stieg in die Bezirksklasse auf. Niemand vermutete damals, dass die Volleyballabteilung zum Aushängeschild des Alfener Sportvereins werden könnte. Insgesamt schafften die Herren 7 Meisterschaften und 9 Aufstiege. So spielten die Herren mehrere Jahre in der Landesliga und 2003/2004 sogar in der Verbandsliga.

Kurz nach den Herren schloss sich eine Alfener Damenmannschaft zusammen. Auch diese Mannschaft war mit 4 Meisterschaften und 8 Aufstiegen sehr erfolgreich. Sie spielte in den Jahren 1986/87 und 1991/92 ebenfalls in der Landesliga.

Hier nun die Entwicklung der erfolgreichen Alfener Volleyball-Damen und Herren:

Bei den Volleyball-Herren war in den Anfangsjahren auffällig war, dass die meisten Spieler einen Teil ihrer Schulzeit im Internat in Wadersloh verbrachten und sie dort das Volleyballspielen kennen lernten. Später kamen immer wieder auswärtige Spieler dazu, oft Studienkollegen Alfener Spieler. Viele dieser früher „Fremden“ sind heute noch „Freunde“ und immer noch Mitglied in unserem Sportverein. Zudem sei hier einmal erwähnt, dass für diese auswärtigen Spieler keine finanziellen Mittel aufgewendet werden mussten, denn sie spielten, weil es ihnen Spaß in Alfen machte, und Spaß kann durchaus etwas kosten.

1986 erster Aufstieg der Volleyball-Herren in die Landesliga und Kreispokalsieger hinten von links:  Heinz-Peter Manuel, Ludger Schütte, Wolfgang Mersmann, Rainer Marschel, Trainer Werner Tünsmeyer, Volker Knielang vorne von links: Holger Fleige, Charly Büker, Jens Fischer, Jürgen Köster

 

 

 

 

 

 

Nach zwei Jahren Landesliga fiel die Mannschaft aufgrund von Verletzungspech und einigen Turbulenzen auseinander, so dass man 1988 den neuen Bezirksklassenplatz der Zweiten Herren einnahm. In den folgenden 12 Jahren pendelte die Mannschaft zwischen Kreis- und Bezirksliga. Doch im Sommer 2000 begann eine grandiose Erfolgsserie. Drei Jahre lang wurde kein Spiel verloren, mit drei Aufstiegen erreichte man 2003 sogar die Verbandsliga. Diese Siegesserie wurde nur, nach gewonnenem Kreispokal 2001, im Bezirkspokal gegen den Verbandsligisten und früheren mehrmaligen deutschen Vizemeister VBC Paderborn kurzweilig unterbrochen.

Volleyball-Herren im Frühjahr 2003 nach ihrer 3. Meisterschaft hintereinander,
diesmal in der Landesliga und damit Aufstieg in die Verbandsliga
hinten von links: Michael Müller, Marco Fischer, Jochen Hauke, Tobias Kruse, Dirk Thöne, Thomas Noack, Stephan Tölle
vorne von links: Harald Kopotsch, Hubertus Willeke, Tim Freese, Matthias Jansen und Harald Hänel nehmen ihren Trainer Rainer Marschel auf den Arm

 

 

Allerdings waren die Mannschaften in der Verbandsliga doch zu stark für die erfolgsverwöhnten Alfener Volleyballer. Da nur 3 Spiele gewonnen werden konnten, dauerte der Aufenthalt in der Verbandsliga leider nur ein Jahr und man stieg wieder in die Landesliga ab. Vor dem dritten Landesligajahr hörten einige Spieler aus unterschiedlichen Gründen auf, so dass der Rückzug aus der Landesliga unumgänglich war. Der Spielbetrieb der Herren war nach 31 Jahren zunächst am Ende, aber nicht für immer.

Aus der Jugend heraus, mit ein paar Verbliebenen und ein, zwei Frischlingen hielt man den Trainingsbetrieb aufrecht. So konnte 2007 wieder eine Herrenmannschaft für die Bezirksklasse gemeldet werden. Drei Jahre spielte man noch mit viel Mühen in dieser Klasse durch. Doch im Herbst 2010, dem 4. Jahr wieder in der Bezirksklasse, waren mangels Nachwuchs und einiger Abmeldungen doch eine genügende Zahl von Mitspielern ausgegangen, wieder mal musste die Herrenmannschaft im Laufe der Spielzeit abgemeldet werden. Von diesem Rückschlag erholte sich die Volleyball-Abteilung nicht mehr, so dass nach 35 Jahren keine Volleyball-Herren mehr gemeldet werden konnte. Seitdem gibt es nur noch eine Hobby-Trainingsgruppe.

 

Die Volleyball-Damen schafften 1986 nach zwei Aufstiegsspielen erstmals den Aufstieg in die Landesliga, wobei man auch vom Verzicht einer Mannschaft in der Landesliga profitierte. Hinzu kam in diesem Jahr der Sieg im Kreispokal.

Volleyball-Damen im Jahr 1996 Aufstieg in die Landesliga und Kreispokalsieger von links: Annemarie Pesch, Hiltrud Lohmann, Ruth Lohmann, Claudia Anders, Elisabeth Marschel, Veronika Bartels, Bärbel Nillies, Rita Ahrens, Ruth Küsterarend

 

 

Doch in der Landesliga waren die Gegner zur schwer, der Abstieg musste angetreten werden. In den nächsten Jahren gab es mehrmals ein Auf und Ab bei den Volleyball-Damen.

 

Volleyball-Damen bei der Gemeinde-Sportlerehrung 2005 für ihre Meisterschaft in der Bezirksklasse 2004 von links: Bürgermeister Heinrich Schwarzenberg, Heike Jakob, Elisabeth Marschel, Irene Flaming, Melanie Amedick, Ilona Kloppenburg, Petra Papenkordt, Wiltrud Wefelmeier, Andrea Stoppek, Vors. Gemeindesportverband Hans-Dieter Nagel

2004 wurden die Damen zum 4. Mal Meister in der Bezirksklasse und schafften mal wieder den Aufstieg in die Bezirksliga. Nach einem Jahr mussten die Damen aus dieser Liga wieder absteigen. Drei Jahre später, 2008, wurde als 2. der letzte Aufstieg geschafft, wieder nur für ein Jahr. Nur noch mit Mühen konnte der Spielbetrieb in der Bezirksklasse aufrecht erhalten werden, 2010 kam auch für die Damen mangels Nachwuchsspielerinnen das Aus für den Spielbetrieb. Seitdem gibt es nur noch Volleyball-Training in Alfen.

Neben den beiden genannten Volleyballmannschaften der Damen und Herren spielten im Laufe der Jahre teilweise noch eine 2. Herren-, eine 2. Damen- und eine Jugendmannschaft.

1976 Vorführung Volleyball-Jugendtraining in der Alfener Schützenhalle

 

 

Zudem gab es noch von Okt. 1980 bis Sommer 2001 eine Volleyballgruppe für Ehepaare bzw. Hobbysportler.

Die Volleyball-Hobbygruppe im Jahr 1989 hinten von links: Reinhard Noack, Hermann Bartels, Inge Bartels, Josef Vinke, Renate Kloppenburg, Brunhilde Stork, Gisela Lüke, Bärbel Ewers, Hilla Nehm vorne von links: Josef Lüke, Willi Wischer, Heinrich Schwarzenberg

 

 

 

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