UKA gegen MVA

Auch „UKA Alfen“ demonstrierte gegen geplante MVA in Paderborn-Mönkeloh bei der Kundgebung am 29.3.2008 vor dem Paderborner Rathaus .
Artikel und Fotos: Franz Jonas

Natürlich ist auch der „Umwelt- und Kulturverein Alfen e.V.“ gegen den Bau einer solchen Dreck- und Giftschleuder, wie der geplanten MVA. Doch trotz des großen Widerstandes aus der Bevölkerung ist bislang das Thema nicht vom Tisch.

So hatte man am Samstag zu einer Demonstration vor dem Paderborner Rathaus aufgerufen. Auf einem zum Platz hin geöffneten großen LKW als Bühne traten viele Redner auf, ihre Meinung gegen die MVA dem Volke kund zu tun. Alle voran Reinhard Menne von der Initiative „Keine MVA in Mönkeloh“.

Als Leiter der Kundgebung eröffnete er den Reigen der Redner. Er stellte unmißverständlich dar, dass der Kampf gegen den Bau einer solchen Anlage selbst bis vor die Gerichte weiter gefochten werde.
Der Paderborner Bürgermeister Heinz Paus folgte mit seinen Worten Menne, wobei es doch recht störend war, dass nicht die Worte „keine MVA“ fielen, sondern stets von „einer solchen MVA mit derartigen Mängeln wollen wir nicht“ gesprochen wurde. Ebenso sprach sich Landrat Müller dagegen aus.

Die beiden Konfessionen, die Evangelische Kirche mit Superintendentin Ute Wendorf sowie die Katholische Kirche mit Pfarrer Georg Kersting aus Bad Lippspringe, sprachen sich deutlich für ein „Nein zur MVA“ aus.

Auch in der Menge der Zuhörer und Zuschauer erkannte man so manchen Verein an seinen Fahnen oder Parolen auf Spruchbändern und Plakaten, insbesondere die SPD, Bündnis Grüne und DIP. Leider vermißte man hier doch auffällig eine Partei, die sich sonst so Christlich gibt. Ebenso Vereine, die sich ansonsten so „schützend“ als Verein darstellen, zeigten hier keinerlei eigene Meinung. Umweltvereine dagegen, wie z. B. der „NABU“ sowie auch der kleine „Umwelt- und Kulturverein Alfen“ hielten tapfer ihre Fahnen in den Wind, der an diesem Morgen durchaus kühl zu spüren war.

Große Spruchbänder mit den Parolen „Keine MVA in Mönkeloh“ umrahmten den Rathausbrunnen. Selbst der Borchener Zahnarzt Dr. Heilos tat damit auf großen Lettern seine Meinung kund: „Gesund bleiben! Keine MVA“.

Ältere Bürger Paderborns wissen es noch, dass in früheren Zeiten allein durch die Schlote der beiden damals intakten Zementwerke sämtliche Straßen, Häuser und Dächer in der Südstadt Paderborns eine einheitliche Farbe hatten: Grau in Grau. Ein deutlicher Beweis, dass die Emmisionen ganz in der Nähe der Produktionsstätten auf die Umgegend hernieder fielen.

Warum sollten es Abgase einer Müllverbrennungsanlage anders machen?

Wollen wir hoffen, dass all diese Anstrengungen im Schulterschluß der Paderborner Bürger sowie der Bürger der anliegenden Orte, die an dieser sowie den bisherigen Protestkundgebungen gegen die „MVA“ teilnahmen, von Erfolg gekrönt werden. Es bleibt dabei: „ KEINE MVA IN MÖNKELOH !“

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