Wettkampf mit Stroh und Holzscheiten

Westfalen-Blatt 26.8.2008

Olympische Spiele in Alfen mit kuriosen Disziplinen – Feuerwehrmannschaft setzt sich durch
Alfen (WV). Olympische Spiele ganz anderer Art gab es jetzt in Alfen beim 6. Dorffest. Statt Kugeln wurden Heuballen geschleudert und statt Hürden ging es mit der Schubkarre auf die Strecke.

Knapp 20 Gruppen und Vereine engagierten sich wieder beim DorUest mit Ständen und Angeboten.
Einen kurzweiligen Genuss boten jedoch nicht nur die Tanzgruppen des Sportvereins oder die „Waschbrett-combo“ aus Hövelhof. Spaß ohne Grenzen bot die Olympiade, bei der insgesamt sechs Mannschaften antraten, um auf dem Treppchen zu stehen. Bobbycar-Rennen, Schubkarren-Wettrennen, Strohballen-Weitwurf oder das Holzscheit-Stapeln waren die Disziplinen, zu denen sechs Mannschaften mit jeweils sechs Teilnehmern antraten. Neben der freiwilligen Feuerwehr, dem Spielmannszug, den Schützen und zwei Mannschaften des Sportvereins wollten auch die Karnevalsfrauen der Frauengemeinschaft mithalten und traten an den Start.

Mit jeder Menge Applaus feuerten die Zuschauer die Teilnehmer an, als es beispielsweise darum ging, die Schubkarre mitsamt Inhalt über eine Strecke von 50 Metern über die Ziellinie zu bringen. Das Strohballenwerfen war für die Frauen-Mannschaft ein besonderes Handicap. Immerhin war ein Gewicht von etwa 20 Kilogramm durch die Luft zu schleudern. Wie beim Schubkarrenrennen siegte auch hier die Feuerwehr. Der Rekord lag schließlich bei 9,40 Metem. Leichte Blessuren gab es nur beim Holzscheit-Stapeln, als alle Teilnehmer sich zunächst im Wettkampf das Material sichern mussten. Durchsetzen als Sieger konnten sich die Mitglieder der Feuerwehr vor der Mannschaft des Sportvereins.
Platz drei teilten sich der Spielmannszug der Schützen und die Schützenmannschaft. Die Siegerehrung nahm Borchens Bürgermeister Heinrich Schwarzenberg vor.

Auch diesmal veranstaltete die Alfener Dorfgemeinschaft das Fest für einen guten Zweck. Der Erlös soll für Renovierongsmaßnahmen in der Alten Kirche venvendet werden. Bei der Olympiade kamen aber nicht nur die Teilnehmer auf ihre Kosten. Mit sportlichem Baggern, Kinderschminken oder einem Flohmarkt sowie dem historischen Brotbackwagen war für jeden etwas dabei. Auch zwei Jahre nach der gelungen Feier zum 975-jährlgen Dorfjubiläum stellte die Dorfgemeinschaft damit wieder ihr erfolgreiches Engagement
unter Beweis. Das Oberthema für das nächste Dorffest steht allerdings noch nicht fest.

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