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Asche oder Kunstrasen?

24.01.2010 · Thorsten Brinkmann

Aktuell beschäftigt eine Diskussion viele Sportler in Alfen. Es geht um einen Antrag des SV RW Alfen an die Gemeinde Borchen. In diesem beantragt der RWA den heutigen Aschenplatz in einen Kunstrasenplatz umzubauen. Als Argumente führt der Verein an, dass eine Renovierung der Asche notwendig wird und im Kreis Paderborn nur noch drei Aschenplätze in Betrieb sind. Alle weiteren rote Plätze sind schon mit Kunstrasen ausgestattet worden. Weiterhin können Platzzeiten an den SC Borchen abgegeben werden, da der RWA den Platz nicht allein auslasten kann. Heute nutzt der SC Borchen dieses Angebot nicht, da kaum noch Asche als Untergrund bei Fußballspielen anzutreffen ist.

Die Eschenkampfbahn in Alfen
Aktuell, das heißt zwischen dem Haupt- und Finanzausschuss am letzten Donnerstag und der Ratssitzung am morgigen Montag, soll diese Investition in den Finanzplan 2011 aufgenommen werden. In diesem Jahr gibt es zwei Quellen, aus denen Investitionen von der Gemeinde getätigt werden können. Das sind die ’normalen‘ Haushaltsmittel, wie in jedem Jahr, und Mittel aus dem Konjunkturpaket II, zusätzliche 529.221,- €. Die Mittel aus dem Konjunkturpaket II sollen genutzt werden in Etteln ein neues Sportheim zu bauen, den Kunstrasen auf dem Hessenberg zu erneuern und einen 2. Rettungsweg an der Grundschule Kirchborchen zu bauen. Wofür die ’normalen‘ Mittel des Gemeindehaushalts genutzt werden und wie hoch diese sind, wird Bürgermeister Allerdissen erst morgen mit der Einbringung des Haushaltes während der Ratssitzung erklären. Heute während des Neujahrsempfanges hat er in seiner Rede von dem Umbau des Kindergartens in Dörenhagen und dem Umbau des Technikraums in der Altenauschule gesprochen.

Insgesamt lagen dem Bürgermeister für dieses Jahr vier Anträge für den Bereich Sport zur Genehmigung vor: die Renovierung des Kunstrasenplatzes am Hessenberg, der Neubau des Sportheims in Etteln und die Wandlung der Sportplätze in Alfen und Dörenhagen in Kunstrasenplätze. Die Entscheidung des Bürgermeisters die Renovierung des Platzes am Hessenberg ist von jedermann nachvollziehbar. Der Zustand des Platzes kann keinem Fußballer zugemutet werden. Die verbleibenden Mittel nach Etteln zu fließen lassen begründet Bürgermeister Allerdissen damit, dass einige private Sponsoren wahrscheinlich nur in diesem Jahr in der Lage sind den Verein so großzügig zu unterstützen. Von den 435.000,- € werden 60.000,- von Sponsoren übernommen. Weitere 50.000,- € werden durch Eigenleistungen in das Projekt gesteckt. Weiterhin führte er am Donnerstag und heute aus, dass es die Borchener nicht verstehen könnten, dass in einem Jahr zwei Kunstrasenplätze bezahlt würden.

Die Frage stellt sich nun, was eine Aufnahme in den Finanzplan 2010 bedeutet. Ist es eine belastbare Aussage oder ein Versprechen der Politiker? Bei jeder Diskussion über Investitionen fällt immer wieder der Begriff der Haushaltssicherung. Die Wirtschaftskrise macht auch vor Borchen nicht halt. Werden im nächsten Jahr überhaupt noch Mittel für Investitionen zur Verfügung stehen oder sind die Kassen 2011 so klamm, dass die Vorhaben aus dem Finanzplan verschoben werden müssen bis bessere Zeiten kommen? Diesbezüglich schürt gerade Bürgermeister Allerdissen immer wieder die Bedenken der Beobachter mit seinen wiederholenden Befürchtungen. Gleichzeitig vertröstet er aber den SV RW Alfen um ein Jahr.

In der Ratssitzung am 25.1. steht die Entscheidung an wofür die Mittel aus dem Konjukturpaket II eingesetzt werden sollen. Weiterhin wird der Haushalt 2010 der Gemeinde vorgestellt. Dieser wird dann am 8.3. beschlossen. Die Zeit bis dahin wird bestimmt noch einiges diskutiert werden. Alle Leser sind eingeladen ihre Meinung mittels der Kommentarfunktion hier kundzutun.

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