Offener Brief der Elternvertreter

Kein Geld für die Erneuerung von 54 Jahre alten Schultoiletten, aber 25.000€ für die Sanierung eines kleinen Schulgehwegs?

Mit einem offenen Brief wandten sich alle Elternvertreter der Alfener Grundschule und Vertreterinnen des Kindergartens am Dienstag an den Borchener Bürgermeister und die Mitglieder des Gemeinderates. Schon im vergangenen Jahr bemühten sich engagierte Eltern um die Erneuerung der über 50 Jahre alten Schultoiletten. Der Antrag einer Mutter, die 100 Unterschriften zur Unterstützung sammelte, wurde jedoch zunächst kommentarlos von den gewählten Bürgervertretern abgelehnt.

Erst nach Aufruhr in den sozialen Netzwerken kam es zu etwas Bewegung in dem Fall und es wurden kleine Veränderungen an den alten Sanitäranlagen vorgenommen. Dem Antrag, die Toiletten der Kinder, für 28.000€ gänzlich zu erneuern, wurde jedoch nicht nachgekommen und auch in diesem Jahr spielen die Toiletten im Borchener Haushalt bis jetzt keine Rolle.

Dagegen ist in der Haushaltsplanung vorgesehen, einen funktionierenden Fußweg zur Schule für 25.000€ zu erneuern. Diese Planungen stießen bei den Alfener Eltern auf Unmut und Verärgerung. „Das ist absoluter Blödsinn, der Weg funktioniert“, so Stefanie Ewers, Vertreterin der Klasse 1c

Vor allem in Hinblick auf die Diskussionen aus dem letzten Jahr, sind die Planungen unverständlich. Aus Sicht der Eltern haben neue Toiletten oberste Priorität, damit ihre Kinder, ohne Ekel, die Sanitäranlagen aufsuchen können.

In ihrem Schreiben boten die Eltern sogar an, sich an den weiteren Planungen zu beteiligen, ggf. auch mit Eigenleistung, da sie den Zustand nicht mehr länger hinnehmen wollen. Der offene Brief sollte, vor Verabschiedung des Haushaltes im Rat am kommenden Montag, beim Bürgermeister und den Ratsmitgliedern nochmals für Feingefühl und Empathie sensibilisieren. Kathrin Martin, Mutter eines Kindergarten- und Schulkindes bringt es auf den Punkt: „Verschwenden Sie bitte keine Steuergelder, sondern setzen Sie die 25.000€ lieber sinnvoll und nachhaltig in neue Toiletten und für das Wohlbefinden unserer Kinder ein“. Die Stolperfallen des Fußweges auszubessern, sind mit Sicherheit auch auf mit alternativen, kostengünstigeren Ressourcen zu lösen, sind sich alle Eltern sicher. „Bürgerbeteiligung wird immer gefordert, jetzt ist es an der Zeit, dem nachzukommen“, so der Appell von Astrid Lagers, der Antragstellerin aus dem vergangenen Jahr.

Hier der gesamte Brief AlfenerToiletten30012018

 

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