Bis zum 8.7. läuft die Einspruchsfrist

So könnte es aussehen„Windkraft Tudorf“ zeigt Flagge 
-unerträgliche Windradpläne der Stadt Salzkotten-

„Die geplanten Windriesen an unseren Ortsrändern sind für uns unerträglich und in keinster Weise zu akzeptieren, und wir sind erstaunt, dass bei der Auswahl der Flächen nur noch Niedern- und Oberntudorf in Frage kommen, so die einhellige Meinung der neu gegründeten Interessengemeinschaft aus Niedern- und Oberntudorf mit dem Namen „Windkraft-Tudorf“.

Der Rat der Stadt Salzkotten hatte am 06.05.2013 eine Änderung des Flächennutzungsplans beschlossen und damit den Weg frei gemacht für den Bau der zurzeit größtmöglichen Windkraftanlagen an den Ortsrändern von Obern- und Niederntudorf. Diese Anlagen können ca. 200 Meter hoch werden und weithin hörbar und durch Beleuchtung auch die ganze Nacht sichtbar sein.

Es wird grundsätzlich nicht die Rechtmäßigkeit des Verfahrens bezweifelt, das ausschließlich in den Ortsteilen Niedern- und Oberntudorf zu Windkonzentrationszonen geführt hat. Die Rechtmäßigkeit des Verfahrens kann aber nicht jedes Ergebnis rechtfertigen. Die meisten Tudorfer und auch die Alfener können es einfach nicht glauben, dass sie – in der Flugschneise lebend – jetzt auch noch von Windriesen umstellt werden sollen.

Die Interessengemeinschaft “Windkraft Tudorf” sieht auch den Geist des Winderlasses verletzt. In besonders schwierigen Fällen, so der Erlass, soll seitens der Gemeindeverwaltungen mit besonderer Behutsamkeit vorgegangen werden.

Die lange Geheimhaltung der Pläne, der besonders enge Zeitplan – erst nach Einspruch für die erste Phase etwas gelockert – der Verzicht auf über den Infoabend in Tudorf hinausgehende weitere Beteiligungsverfahren, die im Erlass ausdrücklich genannt werden, sprechen eine deutliche Sprache. Hier soll ein brisantes Verfahren möglichst schnell durchgepeitscht werden.

So könnte es aussehenDas gut nachbarschaftliche Verhältnis zu Alfen wird dadurch allzu leichtfertig aufs Spiel gesetzt. Auch der Bürgermeister von Borchen und der Bauausschuß beanstanden mit größtem Nachdruck, dass zwei der Windradgebiete direkt an die Gemeindegrenze reichen und die dortigen Wohnsiedlungen zum Teil stärker belasten als Teile von Tudorf.

Auch der Borchener Ortsteil Alfen liegt in der Einflugschneise und leidet bei östlichen Winden zudem noch unter dem Autobahnlärm.

Die Interessengemeinschaft weist darauf hin, dass weitere Fragen können gerne an die folgende Adresse gerichtet werden:
Windkraft-Tudorf@gmx.de.

Dort können auch Unterschriftenlisten angefordert werden. Bitte auch das Ende der Auslegungsfrist der Pläne der Stadt Salzkotten beachten. Dort können Einwände bis zum 08.07.13 schriftlich eingereicht werden.

Hier der Adressat für die Einwände mit dem entsprechenden Betreff:

Bürgermeister
und Rat der Stadt Salzkotten
Marktstraße 8
33154 Salzkotten

  • Einwände gegen die 27. Änderung des Flächennutzungsplanes der Stadt Salzkotten
  • Darstellung von „Konzentrationszonen für Windenergieanlagen“ – Öffentlichkeitsbeteiligung vom 28.05. bis 08.07.2013

 

Zugeliefert von Franz Lunatschek

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.