Tag der Musik 2026

Sieben Stunden musikalische Vielfalt trotz wechselhaften Wetters

Alfen hat einmal mehr bewiesen, dass Musik Menschen verbindet. Beim Tag der Musik 2026 verwandelte sich Westermeiers Scheune erneut in eine einzigartige Konzertbühne, auf der sieben Stunden lang Musikerinnen und Musiker unterschiedlichster Stilrichtungen für ein außergewöhnliches Erlebnis sorgten.

Dabei hatten die Organisatoren des SV RW Alfen und die beiden Eventmanager Mathias Kuttig und Uwe Stork in den Tagen vor der Veranstaltung den Wetterbericht und den Regenradar besonders aufmerksam verfolgt. Die Prognosen versprachen alles andere als ideales Open-Air-Wetter. Entsprechend wurde das Gelände für alle Wetterlagen vorbereitet – eine Entscheidung, die sich als goldrichtig herausstellen sollte. Von strahlendem Sonnenschein bis hin zu zwei kräftigen Regenschauern war an diesem Nachmittag alles dabei.

Das Wetter konnte der Stimmung jedoch nichts anhaben. Zehn Musikgruppen sorgten für ein Programm, das in dieser Vielfalt seinesgleichen sucht. Von gefühlvollem Sologesang über begeisternden Chorgesang, von schwungvoller Marsch- und Blasmusik bis hin zu Rock- und Punkklängen reichte die musikalische Bandbreite. Genau diese Mischung macht den Tag der Musik seit Jahren zu etwas Besonderem und weit über die Dorfgrenzen hinaus bekannt.

Viele der teilnehmenden Gruppen gehören bereits seit den ersten Veranstaltungen im Jahr 2010 zum festen Bestandteil des Programms. Gleichzeitig gelingt es den musikalischen Leitern immer wieder, neue Akzente zu setzen und junge Talente einzubinden. Ein besonderes Beispiel dafür ist Kaitlin Brakweh. Ihren ersten Auftritt auf der Alfener Bühne hatte sie bereits im Alter von fünf Jahren. Beim diesjährigen Tag der Musik kehrte sie mit ihrer eigenen Band zurück und begeisterte als Hauptact das Publikum – eine Entwicklung, auf die die Organisatoren mit Recht stolz sind.

Was die Besucher erleben konnten, ist jedoch nur die sichtbare Seite dieser Veranstaltung. Hinter dem Tag der Musik steht eine beeindruckende Gemeinschaftsleistung. Grob überschlagen engagierten sich rund 125 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer für das Gelingen des Tages. Das Team um David Dreps kümmerte sich um Aufbau, Organisation und Besetzung der Getränke- und Grillstände. Hilu Stork und ihre zahlreichen Helferinnen sorgten mit einer großen Auswahl an selbstgebackenen Kuchen und Torten für den kulinarischen Genuss. Martin Schumacher stellte erneut die Scheune und die technische Infrastruktur zur Verfügung. Hinzu kamen die vielen Sportlerinnen, Sportler und Freunde des SV RW Alfen, die den gesamten Nachmittag und Abend an den Ständen im Einsatz waren.

Aber am wichtigsten sind die Sängerinnen, Sänger und Musiker selbst. Ihr Auftritt auf der Bühne ist nur ein kleiner Teil ihres Engagements. Hinter jeder Darbietung stehen zahlreiche Proben, Übungsstunden und Vorbereitungen, die oft über Wochen und Monate hinweg stattfinden.

Das Vorstandsteam des SV RW Alfen zeigte sich deshalb besonders stolz darüber, wie viele Menschen sich Jahr für Jahr ehrenamtlich für den Tag der Musik begeistern lassen. Bedauert wurden lediglich die beiden Regenschauer, die vermutlich einige Besucher davon abhielten, das vielfältige und kostenlose Musikangebot zu genießen und den Künstlerinnen und Künstlern mit ihrem Applaus etwas für ihr ehrenamtliches Engagement zurückzugeben.

Am Ende überwog jedoch die Zufriedenheit bei allen Beteiligten. Die Musiker freuten sich über den Zuspruch des Publikums, die vielen Kuchen, Torten und Salate fanden dankbare Abnehmer, und die Stimmung vor und auf der Bühne war während des gesamten Tages hervorragend.

Wer dabei war, wird sich noch lange an einen besonderen Tag voller Musik, Gemeinschaft und Leidenschaft erinnern. Und wer zu Hause geblieben ist, hat eine Veranstaltung verpasst, die in dieser Form weit und breit ihresgleichen sucht. Alfen hat einmal mehr gezeigt, wie lebendig das Ehrenamt und die Musikszene im Dorf sind – und warum der Tag der Musik längst zu den Höhepunkten des Jahres gehört.

Fotos: Andreas Fiedler, Uwe Stork, Mara Kloppenburg, Thorsten Brinkmann

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