Ehrennadel der Gemeinde Borchen für Franz Lüke und Heinrich Bielemeyer

Während des Neujahrsempfangs der Gemeinde Borchen werden alljährlich Bürgerinnen und Bürger für ihr besonderes ehrenamtliches Engagement ausgezeichnet. Vom Schul-, Jugend- und Kulturausschuss wurden in diesem Jahr zwei Alfener ausgewählt und ihnen heute von Bürgermeister Allerdissen  die goldene Ehrennadel verliehen. Hier Auszüge aus der Laudatio des Bürgermeisters:

Franz Lüke

Neujahrsempfang der Gemeinde BorchenFranz Lüke hat sich seit 4 Jahrzehnten in herausragender Weise ehrenamtlich im Sportverein Rot-Weiß Alfen sowie über die Grenzen der Gemeinde hinaus für die Belange des Sportes eingesetzt. Sein Name ist eng mit der Entwicklung des Sportvereins Alfen verbunden.

Über 40 Jahre ehrenamtliches Engagement im Einzelnen aufzuführen, ist heute nicht möglich. Daher hier ein kurzer Abriss seiner Tätigkeiten im Lauf der Jahrzehnte:

1969 hat Franz Lüke seine Schiedsrichter-Ausbildung abgeschlossen und führt diese bis heute noch aus, also über 40 Jahre lang. Bis zum Jahr 2000 hat er Spiele der Landesliga gepfiffen und ist seit 2000 als Vereinsberater des Fußball-und Leichtathletik-Verbandes aktiv.

1970 hat er die Übungsleiterlizenz erworben und ist sofort in die Jugendarbeit eingestiegen. Teilweise hat er mehrere Mannschaften gleichzeitig trainiert und Jugendfreizeiten mit organisiert und begleitet.

Begonnen hat er seine Vorstandsarbeit im Jahre 1974 mit der Übernahme der Tätigkeit des Schriftführers der Jugendabteilung. Ab 1978 hatte er für 32 Jahre die Aufgaben des Geschäftsführers inne. Dabei hat er den Verein von knapp 300 bis auf die heutige Größe von knapp 800 Mitgliedern entwickelt.

Als Franz Lüke in die Vorstandsarbeit eingestiegen ist, hatte der SV Rot-Weiß Alfen eine Fußball-Abteilung mit 5 Mannschaften. Unter seiner Führung sind 5 weitere Abteilungen bzw. Sportarten hinzugekommen. Heute sind knapp 30 Gruppen aktiv. Franz Lüke hat immer wieder neue Ideen eingebracht und den Verein mit Rat und Tat unterstützt.

Zudem war er noch über 30 Jahre als Übungsleiter einer Freizeitsportgruppe tätig, war für einige Jahre Mitglied der Spruchkammer des Fußball-und Leichtathletik Verbands Westfalen sowie 2. Vorsitzender im Gemeindesportverband.

Das Alfener Sportheim und die Turnhalle in Alfen sind von ihm mitgestaltet worden.

Einer seiner Ideen war die Zeitschrift RWA-Echo. Eine Vereinszeitschrift, die 1979 erstmalig erschienen und aus dem Jahreskreis der Vereinsaktivitäten nicht mehr wegzudenken ist.

Heute engagiert sich Franz Lüke als Chronist des Vereins und hat für Anfragen jederzeit ein offenes Ohr, schließlich kann er auf jahrzehntelange Erfahrung zurückgreifen.

Gesundheit, Freizeitbeschäftigung und das soziale Miteinander waren und sind für Franz Lüke die Antriebsfeder, sich für den Sport in Alfen und über die Gemeindegrenzen hinaus zu engagieren.

Heinrich Bielemeyer

Neujahrsempfang der Gemeinde BorchenHeinrich Bielemeyer bringt mit seinen ehrenamtlichen Aktivitäten seine besondere Liebe zur Heimat zum Ausdruck. Man könnte ihn auch als Hüter und Pfleger des dörflichen bzw. gemeindlichen Kulturgutes bezeichnen.

So befasst sich Heinrich Bielemeyer seit über 20 Jahren intensiv mit der Kultur-und Heimatgeschichte seines Heimatdorfes Alfen. In äußerst akribischer und gewissenhafter Weise versteht er es, die vielen einzelnen Details der Dorfgeschichte und seiner Einwohner zusammenzutragen, zu ordnen und was vielleicht am wichtigsten ist, in sehr anschaulicher und interessanter, ja spannender Weise weiter zu vermitteln. Immer wieder hat er in mühevoller Kleinarbeit alle in Frage kommenden einschlägigen Archive durchforstet. Die Ergebnisse seiner Nachforschungen sind für Alfen und damit auch für die Gemeinde Borchen ein wertvolles Kulturgut, das auch für nachfolgende Generationen von Bedeutung sein wird. Höhepunkt seiner Heimatforschungen war die Herausgabe eines umfangreichen Buches im Jahr 2010, mit dem Titel „Alfener Familien. Alte Häuser und ihre Bewohner“, welches in seiner Vollständigkeit und Genauigkeit beispielhaft ist. Mehrfach musste dieses Buch nachgedruckt werden, um den Bedarf decken zu können.

Bei der Drucksetzung und Veröffentlichung war es Heinrich Bielemeyer sehr wichtig, dass dieses Buch zum Druckkostenpreis angeboten wurde; er selbst wollte keinerlei Aufwandsentschädigung.

Die Herausgabe dieses Buches ist für Heinrich Bielemeyer aber noch lange kein Grund, sich nun zufrieden zurückzulehnen. Im Gegenteil: Derzeit befasst er sich mit der Aufarbeitung und Dokumentierung alter Prozessionswege und Bildstöcke.

All diese Aktivitäten bekunden ausdrucksvoll seine Liebe zur Heimat, an der er möglichst viele seiner Mitbürgerinnen und Mitbürger teilhaben lassen will.

Bei all seinen oben beschriebenen Tätigkeiten darf auch nicht außer Acht gelassen werden, dass er in seinem privaten Umfeld sehr beansprucht wird. Um seine Frau, die schon seit vielen Jahren sehr schwer erkrankt ist und in allen Lebenssituationen Hilfe bedarf, kümmert er sich nahezu rund um die Uhr in aufopferungsvoller und selbstverständlicher Weise.

Dabei ist Herr Heinrich Bielemeyer, in Borchen bekannter als „Hüwels Heini“, ein Mensch, der -wie viele ehrenamtlich Tätige -eher im Stillen arbeitet und ungern in der ersten Reihe steht.

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