Einer geht durch Alfen …

… und wünscht sich etwas mehr Transparenz.

Am Samstag wurde per Zeitungsbericht angekündigt, dass die Schützenhalle in Alfen als Notunterkunft hergerichtet werden soll. Bis zur Fertigstellung des neuen Gebäudes im Gewerbegebiet soll die Alfener Schützenhalle umfunktioniert werden.

Seit dem Zeitungsbericht fragt sich einer wie die Alfener Karnevalszicken ihr Programm für die nächste Saison vorbereiten wird, wo der Spielmannszug in den Wintermonaten proben wird und ob die Schießabteilung weiterhin in der Schützenhalle ihrem Sport nachgehen kann.

Außerdem fragt sich einer ob die Heizung der Alfener Schützenhalle für einen Dauerbetrieb ausgelegt ist. Die Heizung aus den 60er wurde bisher ‚nur’ tageweise genutzt.

Ein wenig mehr Informationen darüber warum die Alfener Halle ausgewählt wurde und mit welchen Einschränkungen gerechnet werden kann …

… wünscht sich einer

22 Kommentare

  • Nicht zu vergessen St.Martin Veranstaltung vom Kindergarten der traditionelle Nikolausumzug von unserer Grundschule bzw. Schützenverein und wo probt der Musikverein wenn der Saal der Gaststätte belegt ist ? Da haben sich mal wieder einige Personen sehr viele Gedanken gemacht meint auch einer.

  • Schon merkwürdig, dass anonyme Beiträge auf dieser Website nicht möglich sind, aber die Möglichkeit, sich hinter Pseudonymen zu verstecken, schon. Ich wünsche mir auch mehr Transparenz!

  • Mathias, ich kenne beide Absender, den des Artikels und den des ersten Kommentars. Beide haben mich gebeten anonym zu bleiben. Da ich mich ebenfalls über die Auswirkungen der Entscheidung interessiere, bin ich der Bitte nachgekommen und habe ich den Beitrag trotzdem veröffentlicht.

  • Ich denke, der Kindergarten wird sich arrangieren. Gerade wenn man über den Sinn des St Martinsspiels nachdenkt, könnte man darauf kommen, dass es genau hier um’s Teilen geht. Und wenn man überlegt, was die Leute aus Syrien, Iran und sonstwo, hinter sich haben, ist es schon etwas seltsam, sich um Karneval Sorgen zu machen. Es gibt bestimmt viele Argumente und berechtigte Diskussionen für und wider die Situation, aber Karneval und Nikolausfeier????

  • Als Mitglied der Initiative Flüchtlingshilfe Alfen möchte ich zu den Sorgen des „Einen“ und des „Nächsten“ mitteilen, dass wir nach den Gesprächen mit der Gemeindeverwaltung davon ausgehen, dass eine Belegung der Gemeindehalle nur im äußersten Notfall in Frage kommt. Und nach unserer Einschätzung muss dieser nicht eintreten, wenn in unserem Dorf und in den anderen Ortsteilen genügend Wohnraum für Flüchtlinge angeboten wird. Gerade in Alfen gibt es nicht wenige -teilweise voll möblierte- Wohnungen/Häuser, die für eine Vermietung in Frage kämen. Es wäre schön, wenn sich deren Besitzer bereit erklärten an die bei uns lebenden Flüchtlinge zu vermieten. Je mehr sich dazu entschließen, um so größer die Chance, die Gemeindehalle erst gar nicht als Notunterkunft nutzen zu müssen. Lernen Sie die bei uns lebenden Menschen kennen. Sie werden sie mögen, Ängste und Bedenken abbauen. Einige Vermieter haben sich inzwischen einen Ruck gegeben und sind sehr zufrieden, mit den Menschen aus den Krisengebieten dankbare und freundliche Mieter gefunden zu haben. Die Mieten sind im übrigen auch sicher, denn die werden zunächst von der Gemeinde gezahlt.Mitglieder unserer Initiative vermitteln gern und stehen helfend zur Seite. Wir sind unter „initiative-fluechtlingshilfe-alfen@gmx.de zu erreichen.

  • Ich möchte Markus zustimmen. Ich finde es völlig legitim, nach mehr Informationen bezüglich des Entscheidungsprozesses zu verlangen, das geht schließlich die ganze Gemeinde etwas an. Probleme habe ich nur damit, die Forderung nach Transparenz mit einer Aufzählung zu verbinden, welche Einschränkungen es dann für den Ortsteil Alfen und sein Gemeindeleben hätte, wenn die Flüchtlinge in die Schützenhalle einzögen. Dass es diese Einschränkungen gibt, egal in welcher Schützenhalle der Gemeinde die Unterbringung erfolgt, lässt sich nicht leugnen. Frage ist nur, und da bin ich wieder bei Markus, ob man angesichts der Flüchtlingssituation in ganz Deutschland diese Einschränkungen so präsentieren muss, dass (zumindest bei mir) der Eindruck entsteht, die Halle sei als Zwischenlösung ungeeignet, weil dann diverse Feiern nicht stattfinden können. Und: Ich finde es toll, dass es diese Website gibt und dass Thorsten sie so akribisch hegt und pflegt – aber Pseudonyme werfen mehr Fragen auf, als dass sie Denkanstöße geben.

  • Einer surft durchs Internet…

    …und fragt sich ob es keine anderen Probleme gibt außer dem Spielmannszug und Karneval.

    Wie schon geschrieben wurde, es handelt sich um eine NOTunterkunft. Ich denke jeder Erwachsene sollte, wenn er sich als mündiger Bürger bezeichnen möchte, den Sinn hinter dem Wort NOT erkennen. Die Menschen, ja richtig es sind Menschen, wie du, wie ich, kommen nicht weil sie Spaß daran haben ihr Leben auf einer monatelangen Flucht zu riskieren. Die Menschen die kommen, sind zum großen Teil (über 40%) hochgebildete Menschen, mit Techniker-, Meister- oder Hochschulabschlüssen. Dazu beträgt der Durchschnitt in Deutschland knappe 25%. Sie fliehen aus Angst um ihr Leben, um ihre Kinder um ihre Zukunft.

    Wenn ich diese Argumente höre, die kommen doch nur weil sie hier Geld bekommen, obwohl es vielen Deutschen schlechter geht… Was soll man dazu sagen, bitte zeigt mir einen Deutschen der täglich Angst um sein Leben haben muss, der verfolgt wird, dessen Kinder getötet wurden, dessen Frau vergewaltigt wurde, dessen Haus weggesprengt wurde. Aber nein es stimmt, vielen Deutschen geht es viel viel schlechter.

    Was passiert in dieser Gesellschaft in der wir leben? Wir alle, du und ich, leben in einem völligen Überfluss an Konsumgütern. Alle zwei Jahre ein neues Smartphone, einen neuen Fernseher, Urlaub, Geschenke, Essen gehen und so weiter. Wie können sich manche erlauben über Menschen die zu uns geflohen kommen in so einer Art und Weise zu äußern. Flüchtlinge haben auch ein Recht auf Handys, wenn Sie fliehen würden, würden Sie bestimmt Ihr Smartphone zu Hause lassen, es könnte ja schlecht über sie geredet werden. Dieser Weg über die moderne Technik, ist die einzige Chance mit seinen Bekannten in der Heimat in Kontakt zu bleiben und zu erfahren wer noch lebt. Ich denke die Leute die sich über Flüchtlinge mit Handys aufregen, kommunizieren selber noch mit Brieftauben.

    Mein Gott dann fällt halt ein halbes Jahr die Probe des Spielmannszuges aus, oder es wird halt mal kein Karneval gefeiert. Statt dessen könnte man ja gemeinsame Feste und Begegnungen mit den Flüchtlingen planen.

    Ich möchte gern mal die Kritiker der Flüchtlinge sehen, wenn hier Krieg herrschen würde. Würden Sie ihren Frauen und Kindern sagen, tut mir leid wir können nicht wo anders hin fliehen, denn dort möchte man uns nicht. Außerdem würden wir den gut behüteten Kindern ihre Turnhalle, den Schützen ihre Schützenhalle nehmen. Nein liebe Familie wir müssen hier im Krieg bleiben?!?!

    Wir alle wissen aus den Geschichtsbüchern oder aus Zeitzeugenberichten wie es vor vielen Jahren mal war, ich erwarte von jedem mündigen Bürger das er seine Stimme erhebt um so etwas nicht noch einmal geschehen zu lassen.

    Meine Nationalität ist Mensch und so ist bei mir jeder Mensch willkommen. Wir sind doch alle gleich, wir wollen das beste für unsere Kinder, dass sie wohlbehalten aufwachsen, eine Chance haben. Jeder der dies einem anderen Menschen verwehrt, tut mir leid…

    Des Weiteren finde ich die vorgeheuchelte Angst ob die Heizung einen Dauerbetrieb aushält erbärmlich. Wenn sie ein besorgter Bürger sind, hätten sie eine Aufruf an die Handwerker Alfens gerichtet und versucht eine Freiwilligen-Aktion auf die Beine zu stellen um die Heizung winterfest zu bekommen. Aber bitte nicht so wie sie es getan haben, dass ist doch wieder jemand der Sätze anfängt mit: Ich habe nichts gegen Ausländer, aber… . Sätze die so beginnen enden meistens mit einem einzigen braunen Mist.

    Ich stehe hier mit meinem offenen Namen und poste es nicht anonym, denn wenn ich etwas anonym poste, dann ist das eine ganz klare Distanz zu dem was ich geschrieben habe. Also lieber Verfasser warum anonym? Haben Sie Angst vor Feedback, weil Sie wissen das es nicht richtig ist was Sie schreiben?

  • Liebe Lisa, ich kann dem was sie geschrieben haben nur zustimmen.
    Keiner von uns in unserer Gemeinde, in unserem Deutschland, möchte Krieg erleben. Wir haben von unseren Eltern und Großeltern davon gehört. Sie haben schlimmes durchgemacht.

    Behandle andere so, wie du von ihnen behandelt werden willst.

    Wir sollten den Menschen die zu uns kommen, ein Dach über dem Kopf geben, Sicherheit geben. Denn das ist das was sie jetzt brauchen.

    Sicherlich ist auch eine gewisse Skepsis vorhanden, der kann entgegen gewirkt werden, wenn wir Bürger Informationen von der Gemeinde erhalten.

  • ….es war nicht so gelungen, diese Information nur plötzlich aus der Zeitung zu erfahren.

    Ich hätte mir gewünscht, wenn es um so wichtiges Thema geht auch die Vorstände ( Schützen, Karneval u.ä. ) in Sondersitzungen
    zu informieren, die wären innerhalb eines Tages zu organisieren gewesen.

    Auch als Mitglied des Rates wäre es wünschenswert dieses Thema nicht erst beim Frühstücken bzw. beim Sportfest letzten Samstag zu erfahren.

    Des weiteren ist Thema Heizung in der Halle ein wichtiges Thema, habe von einem stündlichen Ölverbrauch im zweistelligen Bereich gehört.

    Weiterhin ist die Geräuschentwicklung der Heizung sicherlich nicht zum Schlafen geeignet. Bleibt zu sagen, das wir in Alfen der Rest-Gemeinde Borchen jetzt schon zeigen wie man offen
    mit dem Thema Flüchtlingen umgeht.

    Habe jetzt noch Bilder vor Augen wie beim Fussball- Menschenkicker während des Sportfest letzter Woche im Halbfinale der Schützenverein gegen Mitglieder unseres Bewohnerheim am Kleeberg gespielt haben
    und wir den Gesichtern der Flüchtlingen ein lächeln entlocken konnten, weil wir uns teilweise recht lustig angestellt haben.

    Glaube, Sitte, Heimat und Alfen Helau wird es auch im kommenden Jahr geben, vielleicht sitzen wir dann eben alle enger zusammen oder haben ein Zelt über dem Kopf.

    Die Gemeinde Borchen wird den Flüchtlingen ein Dach und Bett geben und uns Alfener während der Feste nicht im Regen stehen lassen, da bin ich mir sicher.

  • An der Kommunikation & Informationsprozesse kann man sicherlich arbeiten – eventuell ist der Druck aber auch derart groß, dass dafür die Zeit fehlt. Ansonsten schließe ich mich aber Lisa und ihrem Kommentar an. Wenn Menschen in außerordentlicher Not sind, muss man auch gesellschaftlich Verantwortung übernehmen und darf seine Empathie nicht ausschalten, wenn man selbst betroffen ist. Wenn dafür lediglich eine Probe ausfallen muss oder eine Veranstaltung, ist das doch das Mindeste. Eventuell kann man für Proben & Veranstaltungen auch auf Alternativplätze ausweichen.

  • Die Blauäugigkeit, mit der einige Personen an die Flüchtlingsproblematik herangehen, ist schon bewundernswert. Es stellt sich die Frage, wieviel Einwanderung verträgt ein Land? Bereits jetzt lässt sich erkennen, das die Integrationsproblematik der Vergangenheit in keinster Weise gelöst wurde. Wider besseres Wissen holt man sich die ethnischen Auseinandersetzungen anderer Kulturen ins eigene Land. Andere Länder können als Kronzeugen dessen dienen was passiert, falls der ungebremste Zustrom von Flüchtlingen ungehindert weitergeht. In Großstädten gibt es Stadtviertel, in denen selbst die Polizei keine Präsenz mehr zeigt. Bemitleidenswert, wenn ein Staat aus Angst vor einer Eskalation die Aufrechterhaltung der Sicherheit und Ordnung aufgibt. So zu tun als ob alles gut wäre, nutzt niemandem. Träumereien von Utopisten, die an Realitätsverlust leiden schaden der Gesellschaft. Bei aller Euphorie derjenigen, die diesen Massenansturm begrüßen, sollten Bedenken nicht einfach als reaktionär abgetan werden. Bei Konflikten, die in Zukunft unweigerlich auftreten werden, kann niemand sagen er habe es nicht vorausahnen können. Warnende Stimmen gab es genug!

  • Michael Hartmann

    Hier ein Artikel, der die Ursache von Flucht und Vertreibung beschreibt. Es bleibt unbestritten, dass es auch andere Flüchtlinge gibt, die aus, wie es im Amtsdeutsch heißt, sicheren Herkunftsländern stammen. Diese sollen nun schnellstmöglich wieder in Ihre Heimatländer „abgeschoben“ werden. Über dieses kann man sicherlich streiten, allerdings muss nun an erster Stelle die Hilfe für die Menschen stehen, die verfolgt, gequält und vertrieben wurden. Wir müssen diesen Menschen eine Perspektive, eine Zukunft und ein Leben bieten, das diese Bezeichnung auch verdient. Gemeinsam können wir es alle schaffen, allerdings ohne die Warnung nach Überfremdung, Asylmissbrauch und Islamisierung.

    Artikel aus der ZEIT:

    Weltweit sind nach Angaben der UN so viele Menschen auf der Flucht vor Kriegen und Konflikten wie noch nie. Wie das UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) in seinem Jahresbericht schreibt, gab es Ende 2014 weltweit 59,5 Millionen Flüchtlinge. Das sei die höchste Zahl, die jemals vom UNHCR verzeichnet wurde. Zum Vorjahreszeitpunkt waren es demnach 51,2 Millionen Menschen. Die Hälfte der Flüchtenden seien Kinder. Die meisten von ihnen kommen nach wie vor aus Syrien, Afghanistan, dem Irak und Somalia.
    Fast 20 Millionen Menschen sind laut UN ins Ausland geflüchtet, 1,8 Millionen haben einen Asylantrag gestellt, die meisten Menschen – 38 Millionen – sind in ihrem Heimatland unterwegs auf Schutzsuche. Die meisten Flüchtlinge haben die Türkei, Pakistan, der Libanon, der Iran und Äthiopien aufgenommen.
    UN-Flüchtlingskommissar António Guterres bezeichnete die Lage als einen Paradigmenwechsel. „Wir geraten in eine Epoche, in der das Ausmaß der globalen Flucht und Vertreibung sowie die zu deren Bewältigung notwendigen Reaktionen alles davor Gewesene in den Schatten stellen“, sagte er. Demnach rechnet das UNHCR am Jahresende mit einem neuen Höchstwert. Es sei erschreckend, „dass einerseits diejenigen, die Konflikte beginnen, mehr und mehr straffrei davonkommen und dass andererseits die internationale Gemeinschaft unfähig scheint, gemeinsam Kriege zu beenden und Frieden zu schaffen“.
    Das rasante Steigern der Zahlen hatte dem Bericht zufolge 2011 mit dem syrischen Bürgerkrieg begonnen, der noch immer andauert. Im vergangenen Jahr stieg dem UNHCR zufolge auch die Zahl derjenigen Flüchtlinge an, die über das Mittelmeer nach Europa gelangen wollen: Insgesamt 219.000 Menschen überquerten demnach im vergangenen Jahr das Meer. Tausende starben bei der gefährlichen Überfahrt.

    Probleme werden genügend auf uns zukommen, die müssen wir gemeinsam lösen. Niemand behauptet, dass es einfach werden wird. Die Welt steckt mitten in riesigen Schwierigkeiten, und wir sind Teil dieser Welt. Für die Flüchtlinge, die wieder zurück zu ihren Familien in ihre Heimat kehren möchten, davon gibt es sehr viele, müssen auch die Voraussetzungen für Frieden und einem Wiederaufbau in den Ländern geschaffen werden. Auch hierfür werden alle Staaten nochmals viel Geld in die Hand nehmen müssen.

    Ich möchte zum Abschluss noch einen Ausspruch zitieren, den ich in einer Zeitschrift gelesen habe:

    „Wer gegen Flüchtlinge hetzt, muss nicht gleich ein Nazi sein, aber in jedem Fall eine herzlose Knalltüte, die aus der Geschichte rein gar nichts gelernt hat.“

    Michael Hartmann

  • Nachplappern politisch eingefärbter Zeitungsberichte, die immer nur die persönliche Meinung des jeweiligen Journalisten darstellen zeugen nicht gerade von Objektivität. Jeder Mensch sollte wissen, daß Journalisten und Zeitungen nicht gerade für ihre Wahrheitsliebe bekannt sind. So kann nur argumentieren, wer sich von anderen leiten lässt und zu einer eigenen Meinungsbildung nicht fähig ist. Unverantwortlich handeln jene, die trotz großer Probleme, die Situation schönreden. Sicherlich muß geholfen werden. Sicherlich haben viele Flüchtlinge schlimmes erlebt, und den ehrenamtlichen Helfern kann man nur danken und Respekt zollen. Aber die Augen zu verschließen, den Kopf in den Sand zu stecken und zu erwarten, daß schon alles gut gehen wird, zeugt von Einfältigkeit. Die Politik hat es in den vergangenen Jahrzehnten nicht geschafft, viele Einwanderer zu integrieren. Jetzt, da täglich zehntausende kommen, davon auszugehen, daß es diesmal gelingen wird, klingt schon schizophren. Ich habe das aktive politische Geschehen, Gott sei Dank, seit kurzer Zeit hinter mir gelassen. Selbst auf kommunaler Ebene gibt nichts verlogeneres als Journalismus und Politik. Der gesunde Menschenverstand ist in solchen Zeiten der beste Lotse. Leider scheint es davon immer weniger zu geben.

  • Die politische Konsequenz die aus der jetzigen Situation gezogen werden muß, wäre ein gerechte Verteilung der Flüchtlinge in Europa und die Anwendung des bestehenden Asylgesetzes. Auffällig gewordene Personen müssen rigoros und kurzfristig abgeschoben werden, um jene nicht in Mißkredit zu bringen, die der Hilfe bedürfen und sich nichts mehr wünschen, als ein Leben in Frieden und Freiheit. Leider scheinen die Vertreter aller politischen Parteien nicht fähig zu sein, die Grundlage hierfür zu schaffen.

  • Michael Hartmann

    Den Bogen von Blauäugigkeit, Träumereien und warnenden Stimmen zu eingefärbten Zeitungsberichten ( Jahresbericht der UNHCR ) und zur Unfähigkeit der eigenen Meinungsbildung zu schlagen, ist schon eine hohe Kunst. Der letzte Kommentar scheint mir dann wieder ohne Politikverdrossenheit geschrieben worden zu sein. Es geht hier nicht um Herrn D. oder Herrn H. es geht hier um die Hilfe, die gegeben werden muss. Lass es uns einfach mit unseren bescheidenen Möglichkeiten versuchen. Auf die Menschen zugehen und nicht das Problem in ihnen zu sehen.
    Hier brauchen wir keine Aufzählung von eventuellen Problemen sondern direkte Hilfe. Jedem dürfte klar sein, dass mit der Vielzahl von Flüchtlingen auch die schwarzen Schafe mit ins Land geholt werden. Sollen deshalb alle darunter leiden und wir keinem Hilfe zukommen lassen? Ich verlange nicht die Hilfsbereitschaft von denen, die die Flüchtlinge als Eindringlinge sehen. Sie sollen dann aber akzeptieren, dass Sie hier aufgenommen wurden und dass der Antrag auf Asyl dann auch geprüft wird. Den Helfern „Utopisten, die an Realitätsverlust leiden“ vorzuwerfen, ist allerdings nicht der richtige Weg.

  • Die öffentliche Debatte zu dem Thema Flüchtlinge bzw Asylsuchende wird immer schwieriger, weil immer öfter die Keule “ Rechtsradikaler“ oder “ Linker Träumer“ geschwungen wird. Wer also grundlegende ökonomische Überlegungen anstellt und auf die weitere Zukunft hinweist , und das hat Markus m A nach gemacht, befindet sich auf gefährlichem Terrain.
    Zunächst sollte man zwischen den Begrifflichkeiten unterscheiden, die einen fliehen aus Kriegsgebieten und die anderen kommen freiwillig, um dann konkrete Lösungsmöglichkeiten zu diskutieren.
    Nicht zu übersehende Tatsache ist, daß die Leute nun hier sind. Es wird ihnen jetzt eine Unterkunft in Alfen für den Winter geboten. Das große politische Karussell muss jetzt Lösungen finden,- die auch die Rechte der hiesigen Bevölkerung, – die zukünfte Leistungsfähigkeit und die Hilfsbereitschaft der Gesellschaft berücksichtigt.
    Wenn Frau Nahles schon mal vorsorglich von z B höheren Fallzahlen für Hartz IV und von “ Keine Steuererhöhungen“ spricht, dann sind die Informationen zwischen den Zeilen schon bemerkenswert.

  • Hallo, ich selbst bin Religions- und Philosophie Lehrerin und ich unterstütze wirkliche soziale Aktivitäten, hier finde ich aber von vielen nur pseudo soziale Verhaltensweisen wieder. Das bedeutet, ich glaube es ist einfach „in“ Flüchtlinge zu unterstützen. Keiner von denen würde selbst Flüchtlinge aufnehmen! Keiner von denen hat auch nur einmal soziales Engagement gezeigt, wenn es um Dinge geht, die nicht öffentlich sind oder, die nicht in der Masse geschehen. Ich bin dafür Flüchtlingen zu helfen, die wirklich Kriegs- Flüchtlinge sind, aber es MUSS differenziert werden!!! Wir können diese unkontrollierte Einwanderung nicht mehr in den Griff bekommen und wir werden denen nicht mehr gerecht, die uns wirklich brauchen!Für mich fehlt die Transparenz für die Bürger, was überhaupt gemacht werden soll und mir fehlt die Differenzierung zwischen wirklichen Flüchtlingen und Wirtschafts- Flüchtlingen! Das wäre unfair und nicht mehr tragbar für uns! Also bitte nicht blauäugig sein und bitte“echt“ sozial sein und nicht heuchlerisch und bitte nicht nach dem Motto“this is my new look this season“! Bleibt ehrlich und authentisch!!!

  • Hallo Frau Jäger,
    ich kenne Sie nicht – Sie mich offensichtlich auch nicht. Dennoch meinen Sie, mich und mein Engagement in der Flüchtlingshilfe Borchen einschätzen zu können. Sie unterstellen mir pseudosoziales Verhalten, ich sei blauäugig, nicht „echt“ und auch noch heuchlerisch. Zudem helfe ich Flüchtlingen, weil es gerade Mode sei. Darüber hinaus hätte ich noch nie soziales Engagement gezeigt. Ich kann Ihnen Ihre offensichtlich bestehenden Sorgen und Ängste nehmen. Sie liegen – was mich und die in unserer Flüchtlingshilfe Engagierten betrifft – total daneben! Aber: sollte es tatsächlich Mode-Flüchtlingshelfer geben, dann sind mir diese immer noch lieber als die in den verschiedenen sozialen Medien moralisierenden Bedenkenträger! Die vermeintlich „modebewussten“ Helfer leisten immerhin ihren Beitrag zur Lösung der ohne Zweifel schweren Aufgabe, den Menschen in ihrer prekären Situation zu helfen. Im Gegensatz dazu wird von vielen im Netz, in nicht wenigen Fällen ohne jegliches Hintergrundwissen und ohne jemals einen der bei uns Zuflucht suchenden Menschen kennen gelernt zu haben, von dumpfen Ängsten getrieben, ein Buchstabensalat auf`s Papier oder ins Netz gebracht, der niemandem weiterhilft.
    Vielleicht können Sie ja als Religions- und Philosophie-Lehrerin in nächster Zeit in Borchen aktiv werden und uns drängende Fragen beantworten oder Denkanstöße geben. Ich würde Sie gern als Referentin sehen zu Themen wie „Warum hat christliche Nächstenliebe in der Flüchtlingskrise ihre Grenzen ? Was würde Jesus dazu sagen?“, oder „Waren Josef und Maria, als sie erst im Stall von Bethlehem Zuflucht fanden, religiös Verfolgte oder Wirtschaftsflüchtlinge?“. Auch könnten Sie Kontakt zu unseren Flüchtlingen aufnehmen, um herauszufinden, wer „wirklicher Flüchtling“ oder „Wirtschaftsflüchtling“ ist. Sie scheinen ja da gewisse Fähigkeiten hinsichtlich „Echtheits-Tests“ zu haben…Vielleicht bringen Sie dann gleich Aufkleber mit, die mit einem Euro- oder Dollarzeichen versehen sind, um Wirtschaftsflüchtlinge kenntlich zu machen…. Bei der Gelegenheit könnten wir auch für die Ihnen noch fehlende Transparenz zur Frage „was überhaupt gemacht werden soll“ sorgen. Ehrlich und authentisch.

  • Die Zeit wird zeigen, wohin die Reise gehen wird! Im Moment scheint es ja zu eskalieren und alles scheint zu kippen! Aber interessieren würde mich wirklich ihre Antwort bzgl des Statements auch von Frau Merkel: Wir schaffen das! Das könn en sie mir ja dann auch sagen! Wenn sie das so gut wissen! Darauf warte ich dann! Vielleicht beruhigt mich das ja dann auch! Und das Herkunftsland zeigt ja schon welcher Kategorie die Flüchtlin ge angehören! Das muss ja bekannt sein, ansonsten kann ja das verschärfte neue Gesetz gar nicht in Kraft gesetzt werden! Und das ist es ja schon!!! Also das verstehe ich dann auch nicht, was sie da schreiben?!!!

  • Und dann noch etwas: mit dem Begriff“pseudo“meinte ich diejenigen, die sich ansonsten im Leben niemals sozial verhalten und nur jetzt, da wo es nunmehr auffällt, erst aktiv werden! Ich meine damit keine Menschen, die da ganze Jahr über in sozialen Einrichtungen ehrenamtlich tätig sind! Das habe ich auch so geschrieben! Wenn sie Herr Lueke, nicht nur jetzt, wo es viele Leute sehen, aktiv sind, dann habe ich sie nicht gemeint. Aber ich habe nunmehr viele Menschen gesehen, die noch nicht einmal50cent für Kuchen, denen Schüler/innen gebacken haben für soziale Aktivitäten und nun ganz aufgehen in der Flüchtlingskrise! Das ärgert mich! Aber ich habe größten Respekt vor ehrenamtlichen Helfern, die stetig für andere, sei es Menschen- oder Umwelt Hilfe!!! Das moechte ich nochmal klar stellen!

  • Und Herr Lueke, lesen sie bitte die Zeitungen/Internet Einträge von der Welt, die Zeit, ntv, ARD, ZDF etc. Da kippt die komplette Sachlage! Selbst ehemalige Flüchtlinge wie zum Beispiel Peter maffay, sehen die Situation als eskaliert! Wenn man das noch als“wir schaffen das“ bezeichnet, dann fehlen mir die Worte… Mehr werde ich jetzt nicht mehr dazu sagen, die Zeit hat es schon gezeigt, dass das nicht mehr zu bewältigen ist! Ich melde mich dann wieder, wenn die Eskalation für alle sichtbar ist! Normalerweise habe ich gedacht, dass das schon passiert sei, grad wenn man seriöse Zeitungen liesst oder die Nachrichten schaut. Ihnen alles Gute!

  • Nach den verbalen Angriffen auf meine Person, die ich nach der Veröffentlichung meines Kommentares zum Thema Asyl im Herbst des vergangenen Jahres einstecken mußte und die aktuelle Lage, gerade zu diesem Thema, kein Schweigen duldet, klingen meine damaligen Worte schon heute prophetisch.
    Ich stellte damals die Frage:“ Wieviel Einwanderung verträgt ein Land?“ Das die Medien hierzu keine neutrale und objektive Berichterstattung lieferten, prangerte ich schon damals an. Dafür wurde ich, auch von Borchener Ratsvertretern, scharf attackiert.
    Heute, nach den Ereignissen in Köln, Hamburg und anderen Städten muß jedem mündigen Bürger, der die Berichterstattung in den Medien kritisch verfolgt, klar sein, daß es eine Zensur der Presse und Bevormundung der Menschen in diesem Land gibt. Ich finde es bedauerlich, daß versucht wird, durch bewußte Presselenkung, eine konstruktive Auseinandersetzung zu diesem und vielen anderen Themen zu verhindern. Politische Vertreter aller Parteien und Ebenen verschließen sich der Wirklichkeit, geben sich Phantastereien hin und Leben in ihrer eigenen Traumwelt. Ein Handeln zum Wohle des Deutschen Volkes ist nirgends zu erkennen. Nur Mißtrauen gegenüber den eigenen Bürgern. Nur eine gelähmte Politik, die unfähig ist, die Autorität des Staates durchzusetzen und somit Brandstiftung im eigenen Land, unter Mitwirkung der Presse, fördert.
    Ich schloß meinen Kommentar seinerzeit folgendermaßen: „Mahnende Worte zum Thema Asyl gab es genug, falls etwas passiert, kann niemand sagen, er hat es nicht gewußt oder gewollt.“ Ich selbst hätte nicht gedacht, daß diesen Worten so schnell Taten folgen würden.

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