Recyclingprojekt beschädigt

Recyclingprojekt im Vorgarten

Unser Recyclingprojekt sollte zeigen, was mit Kreativität möglich ist: Aus Sperrmüll entsteht neues Leben. Vielleicht sogar schöner als vorher. Auf jeden Fall anders. Mann/Frau kann es auch als Einladung verstehen. Wir haben „unser Sofa“ aus Freude am Experimentieren so gestaltet! Weil es uns Spaß gemacht hat und noch immer macht!

Ausgerechnet nach einem der feucht-fröhlichsten Abende, die das Alfener Vereinsleben zu bieten hat wurde unsere „Einladung“ abrupt abgelehnt. Getreu den Zielen der Alfener Schützenbruderschaft (Auszug): „Ausgleich sozialer und konfessioneller Spannungen im Geiste echter Brüderlichkeit“, und „Erziehung zu körperlicher und charakterlicher Selbstbeherrschung“, vor allem aber „tätige Nachbarschaftshilfe“ war es wohl erforderlich, den „Spinnern“ mal zu zeigen, was mann/frau von diesem Projekt hält. Jedenfalls ist es FEIGE, wenn man den Schutz der Dunkelheit braucht um „denen mal zu zeigen was man von dem Quatsch hält“. So feige, als würde man die eigenen Kinder vorschicken weil man sich selbst nicht traut.

Da halten wir es doch eher mit dem Kirchborchener Oberst Michel Krevet-Alpmann. In seinem Grußwort zum Kirchborchener Schützenfest schrieb er:

„Schützen leben Werte, Schützen übernehmen gesellschaftliche und soziale Verantwortung, Schützen sind Vorbilder. Den Schützen geht es nicht nur ums Feiern und Alkohol. Das Bild von Schützen, die sich bis zur Bewusstlosigkeit betrinken, ist nicht richtig. Viele positive Aspekte wie Brauchtumspflege, Gemeinschaftssinn, soziale Aktivitäten und Jugendarbeit gehören in den Vordergrund.
Diese Worte sprach Landrat Manfred Müller bei der Vorstellung der bundesweiten Polizei-Kampagne „Stay gold – don’t drink too much“. Das heißt: „Etwas trinken ist okay – zu viel trinken ist absolut uncool“ und richtet sich gegen den exzessiven Alkoholkonsum und jegliche Gewalt.
Da fröhliches Feiern statt maßlosem Trinken auch unsere Maxime ist, unterstützen wir gemeinsam mit allen Schützenbruderschaften im Bezirksverband Paderborn-Land aktiv diese Initiative und ich danke dem Landrat für seine lobenden Worte.“

Ende Zitat Oberst Krevet-Alpmann.

Da wir sicher sind, dass diese Zerstörungswut mit maßlosem Trinken – Alkoholgenuss kann man da wohl kaum sagen – zu tun hat, laden wir interessierte Alfenerinnen und Alfener ein, mit uns über Sinn oder Unsinn von Kreativität zu sprechen. Gern an / auf unserem Sofa.

Edeltraud Weritz und Reinhard Menne, Am Kleeberg 8a

5 Kommentare

  • Claudia Pagel

    Da werden wir immer wieder erinnert, wie sinnvoll und wohl überlegt es von uns ist, nicht in den Schützenverein einzutreten.

    Grüße
    Familie Pagel

  • Wenn es keiner war, dann war es natürlich wieder der Schützenverein. Das ist natürlich wieder klar!!! (große Ironie)
    Man man man

  • Hallo Frau Weritz und Herr Menne,
    erst einmal bin ich ebenfalls nicht mit der Art und Weise einverstanden, dass es immer wieder einige Personen gibt, die keine Grenzen kennen. Diese Personen gibt es aber leider überall und Sie Herr Menne wissen das als Kommunalpolitiker sicherlich besser als ich.
    Dass Sie sich zu Recht über diesen Vandalismus ärgern, kann ich absolut nachvollziehen.

    Aber Sie wollen doch aber nicht im Ernst 500 Schützen, meiner Person inklusive, über einen Kamm scheren?

    Haben Sie vielleicht auch die Möglichkeit in Betracht gezogen, dass es gar kein Schütze war, sondern irgendeine Person aus Alfen?

    Globale Beschuldigungen sind immer so eine Sache!

    Ich nehme aber gerne Ihre Einladung als Schütze an und werde, wenn Sie es möchten, auch weitere interessierte Schützen mitbringen, die erstens die Zerstörungen beseitigen und zweitens diesen Umstand bei der nächsten Sitzung zur Sprache bringen.

    Mit freundlichem Schützengruß
    Marek Adar

  • Sehr geehrte Frau Pagel,
    es ist jedem selber überlassen, ob man in den Schützenverein eintritt oder nicht.
    Ich finde es aber sehr schade, wenn eine Behauptung in den Raum gestellt wird und jemand (also Sie) ohne Hintergründe zu kennen pauschalisieren und ca. 500 Alfener Bürger vorverurteilen. Kennen Sie alle diese Menschen?

    Wenn der Schützenverein nicht mit Ihrer Ideologie in Einklang steht, ist es Ihr gutes Recht dieser Gemeinschaft nicht beizutreten.

    Aber glauben Sie mir, ich weiß nicht, ob dieser Schwachsinn überhaupt von einem Alfener Schützen verursacht wurde. Wissen Sie es?

    Wenn Sie es wissen, wäre ich Ihnen dankbar, wenn Sie mir telefonisch den Namen nennen würden, dann werden sicher Konsequenzen gezogen.

    Aber ich glaube, Sie können es nicht!!!.

    Mit freundlichem Schützengruß

    Marek Adar

  • Reinhard Menne

    Hallo Herr Adar,

    Sie haben natürlich mit Ihrer Vermutung Recht, dass wir nicht pauschal 500 Schützen über einen Kamm scheren wollen. Das war auch keinesfalls unser Beweggrund als wir über AlfenWeb auf diesen Vorfall hingewiesen haben. Natürlich wissen wir, dass es immer nur einzelne Personen sind, die durch ihr dummes Verhalten viele in Misskredit bringen. Aber genau darauf wollen wir aufmerksam machen. Natürlich ist es auch keineswegs sicher, dass es Schützenbrüder oder -schwestern waren. Der zeitliche Zusammenhang zum Vogelschießen und der damit verbundene übermäßige Alkoholkonsum Einzelner ist allerdings nicht von der Hand zu weisen. Ok, Schwamm drüber.
    Ausdrücklich bedanken wollen wir uns über ihre Bereitschaft, die Zerstörung zu beseitigen. Das haben wir aber am Sonntagvormittag schon selbst getan.
    Sehr gut würden wir es finden, wenn Sie im Vorstand der Alfener Schützen das Thema übermäßiger Alkoholgenuss thematisieren. Siehe Krevet-Alpmann in Kirchborchen. In unserer Garage befinden sich übrigens noch reichlich Bierdeckel zum Thema „Stay gold!“ Die stellen wir Ihnen gern zur Verfügung. Wir können auch am/auf unserem „Blumen-Sofa“ etwas miteinander trinken und diese Problematik weiter erörtern.
    Buen Camino!
    Reinhard Menne und Edeltraud Weritz

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